WBG Werdohl setzt Maßstäbe: fossilfrei bis 2035 und sinkende Wärmepreise (Beispiel I)

Als aktives Mitglied der wohnungswirtschaftlichen Initiative “KliWo: klimaneutraler und bezahlbarer Wohnraum für alle” hat die Wohnungsbaugesellschaft Werdohl GmbH die “Wärmepumpen-Challenge” der Initiative “NRW.Energy4Climate gewonnen. GF Ingo Wöste: “Wir entwickeln beispielgebende Lösungen mit Luft-Wärmepumpen, ergänzt um Bausteine wie ein einheitliches Heizungsmonitoring und ein Kommunikationskonzept für Bewohnerinnen und Bewohner. Alle Maßnahmen lassen sich auf die Mehrfamilienhäuser im Gebäudeportfolio übertragen”.

v.l.n.r: Abteilungsleiter Michael Theben (Wirtschaftsministerium NRW), Ingo Wöste (GF WBG Werdohl) Jan-Philipp Nicolin (Energy4Climate), Quelle: WBG Werdohlhttps://www.woge-werdohl.de/nachricht/946.html

Die Apelle aus 2025 von Prof. Fisch zum WohnZukunfts-Tag und Axel Gedaschko zur Tagung “Immobilienwirtschaft trifft Klima & Energie tragen messbare Früchte. Beispiel I aus dem WoWi-internen “Expertenrat Nullemissionsplanung”: Im Sinne der Praxispfad-Philiosophie wurden kostentreibende Ansätze in Werdohl und Neuenrade ausgeblendet. Im Mittelpunkt stehen sofort machbare Umsetzungen mit Kostensenkungspotenzial. Schon langfristig vorab wurde sorgfältiges Monitoring mit entsprechender Kennzahlen-Entwicklung zielführend verknüpft. Ergebnis: eine entsprechender Flankierung aus den Konsequenzen dieser Kennzahlen konnte abgeleitet werden (Abstellen “Power User”, Senkung Temperatur-Vorlauf usw.).

Im prinzipiellen Nutzungsvergleich aller WP-Nutzungsoptionen steht die Luft-Wasser-WP hier noch “ganz unten” mit der Einspeisung aus dem ungünstigsten Medium: Luft. Die Konsequenz: die jährlichen Wärmekosten sinken:

Quelle: WBG Werdohl

Spannende Frage zur Beantwortung in zukünftig mit Tiefengeothermie ausgestatteten Quartieren; Werden die Preise noch günstiger, wenn statt Luft nun solegespeiste Medien aus unterschiedlichen Tiefen von Mutter Erde für deutlich bessere Wirkungsgrade (Jahres-Arbeitszahlen, COP) sorgen?

Quelle: Bundesverband Geothermie e.V.

Nach dem Projektstart von Eavor Loop in Hannover (siehe Einrahmung) stellt sich die Frage: Können nicht auch überall dort, wo bisherige Prognosen zur Themalwasser-Fündigkeit zweifelhaft waren, nun entsprechende Projekte für Wohnquartiere geplant werden?

Weitere provokante Fragen zum Beginn des Jahres 2026:

  • wenn geschlossene Loops so stark sind, dass wirtschaftlich Strom gefördert werden kann, wird Quartierwärme dann nicht ein einbettungsfähiges “Abfallprodukt”? Was bedeutet das für die Mischpreise?
  • wenn Lithium in Deutschland gefördert wird, was passiert mit den zuwangsläufig in riesigen Mengen anfallenden “Abfallprodukt” Wärme?
  • Wenn gigantische Rechenzentren in Deutschland maximal gefördert werden, könnte da nicht ein Rahmenprogramm zur Sektorenkopplung mit der Wohnungswirtschaft sinnvoll sein?