WBG Werdohl setzt Maßstäbe: fossilfrei bis 2035 und sinkende Wärmepreise (Beispiel I)
Als aktives Mitglied der wohnungswirtschaftlichen Initiative “KliWo: klimaneutraler und bezahlbarer Wohnraum für alle” hat die Wohnungsbaugesellschaft Werdohl GmbH die “Wärmepumpen-Challenge” der Initiative “NRW.Energy4Climate gewonnen. GF Ingo Wöste: “Wir entwickeln beispielgebende Lösungen mit Luft-Wärmepumpen, ergänzt um Bausteine wie ein einheitliches Heizungsmonitoring und ein Kommunikationskonzept für Bewohnerinnen und Bewohner. Alle Maßnahmen lassen sich auf die Mehrfamilienhäuser im Gebäudeportfolio übertragen”.

Die Apelle aus 2025 von Prof. Fisch zum WohnZukunfts-Tag und Axel Gedaschko zur Tagung “Immobilienwirtschaft trifft Klima & Energie tragen messbare Früchte. Beispiel I aus dem WoWi-internen “Expertenrat Nullemissionsplanung”: Im Sinne der Praxispfad-Philiosophie wurden kostentreibende Ansätze in Werdohl und Neuenrade ausgeblendet. Im Mittelpunkt stehen sofort machbare Umsetzungen mit Kostensenkungspotenzial. Schon langfristig vorab wurde sorgfältiges Monitoring mit entsprechender Kennzahlen-Entwicklung zielführend verknüpft. Ergebnis: eine entsprechender Flankierung aus den Konsequenzen dieser Kennzahlen konnte abgeleitet werden (Abstellen “Power User”, Senkung Temperatur-Vorlauf usw.).

Im prinzipiellen Nutzungsvergleich aller WP-Nutzungsoptionen steht die Luft-Wasser-WP hier noch “ganz unten” mit der Einspeisung aus dem ungünstigsten Medium: Luft. Die Konsequenz: die jährlichen Wärmekosten sinken:

Spannende Frage zur Beantwortung in zukünftig mit Tiefengeothermie ausgestatteten Quartieren; Werden die Preise noch günstiger, wenn statt Luft nun solegespeiste Medien aus unterschiedlichen Tiefen von Mutter Erde für deutlich bessere Wirkungsgrade (Jahres-Arbeitszahlen, COP) sorgen?

Nach dem Projektstart von Eavor Loop in Hannover (siehe Einrahmung) stellt sich die Frage: Können nicht auch überall dort, wo bisherige Prognosen zur Themalwasser-Fündigkeit zweifelhaft waren, nun entsprechende Projekte für Wohnquartiere geplant werden?
Weitere provokante Fragen zum Beginn des Jahres 2026:
- wenn geschlossene Loops so stark sind, dass wirtschaftlich Strom gefördert werden kann, wird Quartierwärme dann nicht ein einbettungsfähiges “Abfallprodukt”? Was bedeutet das für die Mischpreise?
- wenn Lithium in Deutschland gefördert wird, was passiert mit den zuwangsläufig in riesigen Mengen anfallenden “Abfallprodukt” Wärme?
- Wenn gigantische Rechenzentren in Deutschland maximal gefördert werden, könnte da nicht ein Rahmenprogramm zur Sektorenkopplung mit der Wohnungswirtschaft sinnvoll sein?