CO₂- Reduzierung im Bestand: BFW tagt mit dem „Expertenforum CO2-Reduzierung im Gebäudebestand”
Mit großer Freude haben wir das „BFW Expertenforum „CO₂-Reduzierung im Gebäudebestand“ in Berlin am 16.06.2026 mit einem Referat zum Thema „Ersatz fossiler Brennstoffe in der Heizwärme-Erzeugung“ unterstützt. Gemeinsam mit zahlreichen Expertinnen und Experten aus der Energie- und Immobilienwirtschaft haben wir über aktuelle Herausforderungen und praxisnahe Lösungsansätze auf dem Weg zur Klimaneutralität diskutiert.

Ich habe die Expertise aus der „Praxisgruppe Nullemissionsplanung“ zusammengefasst und die Dekarbonisierung kompletter Portfolien in Einzelschritten erläutert. Dabei durfte ich aus der Erfahrung vieler Führungskräfte der Wohnungswirtschaft zitieren und die gelebte Praxis darstellen. Hier ein aktuelles Beispiel aus der Praxisgruppe vom Leiter der AG “Dekarbonisierung” Ingo Wöste:

Wie so häufig gilt auch hier: Transparente Daten und belastbarer Zahlen sind die solide Grundlage aller Berechnungsschritte und: am besten ist die rigorose Vermeidung aller fossilen Erzeugerstoffe für die Zukunft. Das Festhalten an wackeligen Gesetzesgrundlagen kann vermeidbare zukünftige Kosten und CO2-Aufteilungssorgen zur Folge haben, daher: vermeiden!
Sehr überzeugend waren die praxisnahen Vorträge der Vertreter der BEW zur zukünftigen Gestaltung der Fernwärme; speziell der Fragen der Dekarbonisierungs-Schritte.
Der BFW hatte einen spannenden Themenbogen gespannt. Heike Marcinek von der dena hat die Teilnehmer gleich zu Beginn mit einer tagesaktuellen Darstellung des GModG-Status in das Thema eingeführt. Heike Langhanki stellte die BEW im Kontext der gerade veröffentlichten Wärmeplanung vor und wies auf die konkreten Karten-Darstellungen der Versorgungsgebiete und die Services der BEW hin, Stefan Strenge referierte über Optimierungen in laufenden und neuen Fernwärme-Verträgen, wobei hier einige Überraschungen auf die Zuhörer warteten; Fabian Eichelbaum ordnete die Zusammenhänge dekarbonisierender Maßnahmen konkreten Berechnungsbeispielen zu.
Dank an das Team des BFW Berlin-Brandenburg für die vorzügliche Themen-Zusammenstellung und Dank an die BEW für die freundliche “Beherbergung” in der beeindruckenden Lounge des wirklich beeindruckenden Gebäudes. Auch da haben dazugelernt: Dieser Bau hat anstelle Stahlbeton 3500 cbm Fichtenholz verbaut und zeigt einen vorzüglichen CO2-Fußabdruck. Ein schöner Verweis für die Teilnehmer der “Bestands”-Veranstaltung auf die Optionen der Dekarbonisierung im Neubau.