Die Sicht der Wohnungswirtschaft: Townhall Tiefengeothermie 2026

Vom Einzelprojekt zum Referenzmodell für klimaneutrale Quartiere

31. August 2026 · IHK Berlin

Tiefengeothermie als strategischer Baustein der Wärmewende

Die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung ist eine der größten infrastrukturellen Herausforderungen Deutschlands. Während viele erneuerbare Wärmequellen lokal oder saisonal begrenzt verfügbar sind, bietet die Tiefengeothermie eine dauerhaft verfügbare, grundlastfähige und nahezu CO₂-freie Energiequelle. Mit dem Geothermie-Beschleunigungsgesetz, neuen Förderinstrumenten wie dem KfW-Programm 572 (€ 25 Mio. Eigenkapital-Hilfe), der Übernahme von Risiken durch die Munich Re und dem Ausbau kommunaler Wärmeplanung entstehen erstmals Rahmenbedingungen, unter denen Tiefengeothermie in großem Maßstab wirtschaftlich umgesetzt werden kann. Auch die Transparenz der Mischpreise beginnt mit waermepreise.info auf sehr gutem erstem Niveau.

Die entscheidende Frage lautet deshalb nicht mehr, ob Tiefengeothermie kommt, sondern wie schnell tragfähige Projekte entwickelt werden und: kann die Wohnungswirtschaft bei diesen hohen CAPEX-Anforderungen Akteur werden?

Zur Anmeldung

Die Herausforderung

Deutschland verfügt über zahlreiche erfolgreiche Einzelprojekte. Gleichzeitig bestehen weiterhin Hemmnisse wie:

  • mangelnde Vernetzung der relevanten Akteure,
  • parallele Entwicklung vergleichbarer Lösungen,
  • hoher Koordinierungsaufwand,
  • begrenzter Wissenstransfer,
  • Fachkräftemangel,
  • komplexe Finanzierungs- und Genehmigungsprozesse bei hoher CAPEX.

Das verlangsamt den Markthochlauf.


Ein neuer Ansatz: Gemeinsam statt nebeneinander

Die Townhall-Veranstaltung zum Schwerpunkt  Tiefengeothermie verfolgt einen anderen Ansatz.

Sie versteht sich nicht als klassische Fachkonferenz, sondern als Arbeitsplattform für Unternehmen, Wohnungswirtschaft, Energieversorger, Wissenschaft, Kommunen, Technologieanbieter und Politik.

Ziel ist der Aufbau einer dauerhaften Innovationspartnerschaft, in der Wissen, Erfahrungen und Projektideen gebündelt werden.

Im Mittelpunkt steht die Entwicklung eines bundesweit übertragbaren Referenzmodells für klimaneutrale Quartiere auf Basis der Tiefengeothermie (und weiterer nichtfossiler Quellen), um der Wohnungswirtschaft mit wenigen, aber aussagekräftigen Kennzahlen erste Investitions-Übersichten zur Verfügung zu stellen.


Ziele der Townhall-Veranstaltung

Gemeinsam sollen Voraussetzungen geschaffen werden für

  • Duplizierung erfolgreicher Projekte,
  • sektorübergreifende Projektkonsortien,
  • beschleunigte Projektentwicklung,
  • gemeinsame Förderprojekte,
  • standardisierte Planungs- und Umsetzungsprozesse,
  • einen strukturierten Wissenstransfer,
  • skalierbare Referenzquartiere.

Für wen?

Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an Wohnungsunternehmen, aber auch an alle Projektpartner:

  • Stadtwerke und Energieversorger,
  • Geothermieentwickler,
  • Bohrunternehmen,
  • Planungs- und Ingenieurbüros,
  • Technologieanbieter,
  • Software- und Digitalunternehmen,
  • Wissenschaft und Forschung,
  • Finanzierungs- und Förderinstitutionen,
  • Vertreterinnen und Vertreter aus Politik und Verwaltung.

Ihr Mehrwert

Teilnehmende erhalten die Möglichkeit,

  • frühzeitig strategische Partnerschaften aufzubauen,
  • Projektideen gemeinsam weiterzuentwickeln,
  • Fördermöglichkeiten vorzubereiten,
  • Praxiswissen auszutauschen,
  • Referenzprojekte mitzugestalten,
  • Teil eines bundesweiten Innovationsnetzwerks zu werden.

Einladung

Die Wärmewende benötigt keine weiteren isolierten Einzelprojekte.

Sie benötigt gemeinsame Lösungen, belastbare Partnerschaften und finanzierbare Referenzmodelle.

Das Format “Townhall Tiefengeothermie 2026” bietet den Rahmen, diese gemeinsam zu entwickeln.

Gestalten Sie den nächsten Entwicklungsschritt der klimaneutralen Wärmeversorgung aktiv mit.