ABG Paradies setzt Maßstäbe: fossilfrei bis 2035 und “Dekarbonisierung auf einen Schlag” (Beispiel II)

Als Gewinner nationaler und internationaler Klimapreise der Wohnungswirtschaft (WohnZukunft) setzt die ABG Paradies die Aktivitäten für sozialverträgliche Wärmepreise “auf Dauer” fort: Da im kommunalen Wärmeplan keine Fernwärme-Versorgung im Berliner Außenbezirk festgelegt wurde, steht die ABG – wie so viele andere Wohnungsunternehmen voll oder teilweise – unter Handlungsdruck. Es sollen langfristig CO2-Abgaben vermieden und sozialverträgliche Wärmepreise garantiert bleiben. Vorstand Daniel Schulz: “Wir nutzen die gleichen Förderinstrumente, die auch den Versorgern zustehen: BEW I. Dies steht allen Wohnungsunternehmen aller Größenpordnungen zu und hat eine positive Machbarkeit dokumentiert. Wir streben die Aufnahme unserer Bestände in die landesweite Aufsuchungsintiative “Tiefengeothermie” an”.

Zukunftsplanung laut Machbarkeits-Studie: wirtschaftliche Versorgung auf Basis der Tiefengeothermie, Quelle: ABG Paradies

Die Bezeichnung “Dekarboniserung auf einen Schlag” klingt zwar provozierend, trifft aber dann zu, wenn wir es tatsächlich schaffen, eine einzige Bohrdublette in unserem Stadtteil zu realisieren: Hier wird laut Studie eine Grundlast von 5 MW erwartet. Damit versorgen wir nicht nur unsere eigenen Bestände. Es bleibt genügend übrig, um genossenschaftliche Neugründungen mit privaten Einzelhaushalten zu initiieren und auch denen die Sorgen um die ungelöste Frage des Ersatzes ihrer alten Kessel zu nehmen:

Spannende Frage zur Beantwortung in zukünftig mit Tiefengeothermie ausgestatteten Quartieren: Werden die Preise noch günstiger, wenn statt thermalwasser-gespeisten Tiefengeothermie-Quellen nun geschlossene “Loops” wie aktuell im Hannover-Projekt für noch bessere Wirkungsgrade (Jahres-Arbeitszahlen, COP) sorgen?

Quelle: Bundesverband Geothermie e.V.

In jedem Fall haben wir mit diesem Vorhaben nun die zukunftsfeste und CO2-freie Wärmegestaltung im Griff. Bei der Realisierung helfen uns das Land Berlin und die öffentlichen Versorger-Strukturen, so dass wir binnen 10 Jahren klimaneutral sein können und nie wieder daran denken müssen, wo und wie wir importierte Stoffe für unsere Wärmegestaltung beziehen müssen.

Wir machen unsere Wärme in eigener Verantwortung.