„Machen.“ – „Nichtfossile“ senken Wärmekosten

Es gibt belastbare Anzeichen dafür, dass der Austausch alter Gastechnologie gegen nichtfossile Wärmeversorgung die laufenden Wärmekosten (OPEX) senken kann. Erfahrungen aus der Wohnungswirtschaft zeigen: Dekarbonisierung eröffnet eine neue wirtschaftliche Chance – für Unternehmen und für günstigere Wärme. Die Praxisgruppe Nullemissionsplanung bringt diese Erfahrungen jetzt zusammen und stellt die Ergebnisse für die nächste Online-Konferenz zusammen. Die Praxis macht vor, wie es geht. Wir rechnen gemeinsam aus, was es für Portfolien bedeutet.

Für die Wohnungswirtschaft bedeutet das: erfolgreiche Ansätze aufgreifen, ihre wirtschaftlichen Ergebnisse nachvollziehen und den eigenen Bestand damit gegenrechnen. Denn es gibt ermutigende Erfahrungen aus Wohnungsunternehmen, die ihre Wärmewende bereits konkret mit sinkenden Kosten gestalten. Drei Beispiele stehen für diesen Aufbruch:

Ingo Wöste zeigt für die WBG Werdohl, wie ein geplanter Technologiewechsel langfristig Betriebskosten senken kann. Der vorgestellte Dekarbonisierungspfad verbindet die Verbesserung der Gebäude mit dem Austausch der Heizsysteme.

Eckdaten Portfolio Vor-Nach WP-Ersatz (Referenz Gas), Quelle: WBG Werdohl

Gregor Heilmann berichtet aus Potsdam, dass Tiefengeothermie den tatsächlich berechneten Fernwärmepreis bislang nicht erhöht hat. Der geothermische Anteil habe zu „0,0 Euro Preiserhöhung“ geführt, hält auch die Berichterstattung der IHK Berlin fest.

Preiserhöhung durch Tiefengeothermie bei 0 Euro 0 Cent, Quelle: CO2zero

Der kommunale Wärmeplan Wildau ergänzt diese Perspektive mit seinen Erfahrungen zur Flussthermie. Im Mittelpunkt stehen die wirtschaftlichen Ergebnisse einer weiteren nichtfossilen Wärmequelle und deren Bedeutung für die Versorgung von Wohnungsbeständen. Konsequenz: Die Wärmepreise sinken.

Flussthermie-Projekt Wildau, Quelle: Stadt Wildau

Das macht Mut, weil sich der Handlungsspielraum erweitert: Neben Tiefengeothermie und gebäudebezogenen WP-Lösungen können örtlich verfügbare Gewässer weitere Wege zu einer wirtschaftlichen Wärmeversorgung auf der Basis kalter Netze eröffnen.

Die Befürchtungen, „alles wird teurer“ wird relativiert und erhält konkrete Praxisauswertungen. Axel Gedaschkos Aufforderung bringt es auf den Punkt: „Machen.“

Dabei werden sämtliche Investitionen berücksichtigt – einschließlich Förderung, Finanzierung und Folgekosten. Auch die Wirkung der Investitionsumlage auf die Warmmiete wird einbezogen. So wird sichtbar, wie Betriebskosteneinsparung und Investitionsbelastung zusammenwirken.

Drei Entscheider, ihre Erfahrungen und eine gemeinsame Auswertung

Unser Ziel ist eine nachvollziehbare Prognose: Welche Dekarbonisierungspfade ermöglichen niedrigere laufende Kosten, wirtschaftlich tragfähige Investitionen und bezahlbare Warmmieten?

Bringen Sie Ihren Bestand mit ins Gespräch! Wir eröffnen Ihnen die Möglichkeit, eigene Grunddaten einzubringen und den Dekarbonisierungspfad des eigenen Unternehmens gegenrechnen zu lassen. Der sorgfältige IST-SOLL-Vergleich bildet den Einstieg. Daraus entwickeln wir gemeinsam eine Grundlage, um geeignete Lösungen zu vergleichen und deren wirtschaftliche Wirkung zu bewerten.

Wir laden Wohnungsunternehmen und Genossenschaften ein, diese Chance zu nutzen: Lernen Sie die drei Praxisbeispiele aus erster Hand kennen und lassen Sie prüfen, welches Entlastungspotenzial in Ihrem eigenen Bestand steckt.

Termin, Programm und Anmeldung zur Online-Konferenz werden über die Praxisgruppe Nullemissionsplanung veröffentlicht. Interessierte Unternehmen können bereits jetzt ihr Interesse an der Teilnahme und einer anschließenden Bestandsberechnung anmelden:

praxisgruppe@co2zero.group

„Machen.“ Die Praxis liefert gute Gründe dafür. Jetzt bringen wir Erfahrungen, wissenschaftliche Auswertung und Ihre Bestandsdaten zusammen.